Ab Morgen, Sonntag, wollen wir für eine Woche unterwegs sein. Das Womo ist bereits zum Teil gepackt, die letzten Dinge werden dann morgen früh eingeräumt. Das Wetter ist mehr als bescheiden, richtige Mai-Gefühle wollen sich nicht einstellen. Viel Regen und niedrige Temperaturen trüben ein wenig die Vorfreude auf unsere kleine Tour. Und ausgerechnet unsere geplante Route am Main entlang (Franken) wurde am Donnerstag bei starkem Unwetter sehr in Mitleidenschaft gezogen. Die Aufräumarbeiten sind noch in vollem Gange. Wir müssen zwar wegen eines geplanten Familienbesuches in diese Richtung, aber wir wollen uns nun ein wenig "treiben" lassen und mal schauen, wohin es uns verschlägt.

Sehr ärgerlich - man könnte es auch "Tücken der Technik" nennen. Wir haben uns bis einschließlich gestern, Mittwoch, überwiegend in Bereichen aufgehalten, wo wir praktisch kein Netz verfügbar hatten.... grrrr.

Daher nun von Anfang an.

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Sonntag, 07.05.2017

Bei wider Erwarten gutem Reisewetter - Sonne und Wolken - starten wir um 9.00 Uhr Richtung Salzgitter Dreieck. Ab SZ-Lebenstedt fahren wir zunächst über Nebenstrecken zu unserem heutigen Tagesziel, Hann.Münden. Die Fahrt durch das Harzer Vorland mit den blühenden Rapsfeldern macht richtig Laune. Nicht über die Autobahn hetzen zu müssen, ist ein wunderbares Gefühl. Über Northeim und Göttingen kommen wir um die Mittagszeit in Hann.Münden, der Dreiflüssestadt, an. Wir richten uns auf dem Womo-Stellplatz "Weserstein" häuslich ein. Dieser Stellplatz liegt auf der Fluß-Insel Tanzwerder inmitten der Flüsse Werra und Fulda und ist über die Löwenbrücke zu erreichen.

 

Stellplatz-Kosten: 3,00 €/Strom 1,00 €/8 Std.

Weserstein - hier vereinen sich Werra und Fulda und werden zur Weser.

Bilder zum Vergrößern einfach anklicken

Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf zu unserer kleinen Stadtbesichtigung. Die Stadt des Dr. Eisenbart wartet mit vielen schönen Fachwerkhäusern und einem Weser-Renaissance-Rathaus auf. Wir bummeln durch die Stadt, können bei etwas Sonne sogar am Markplatz draussen unseren Café trinken und fühlen uns pudelwohl.

Montag, 08.05.2017

Nach einem schönen "Hundegang" geht es um 10.00 Uhr weiter über die A7 zu unserer Weinhändlerin des Vertrauens, die sich vorwiegend auf alkoholfreie Weine, Sekte, Cocktails und vieles mehr spezialisiert hat.

Falls jemand Interesse hat: www.knuell-weinscheune.de

Danach fahren wir weiter über die A7 Richtung Aschaffenburg - und auch hier die letzten 50 km wieder Nebenstrecke durch wunderbare Landschaft. Wir finden einen Stellplatz direkt am Main "Willigisbrücke". Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen, es gibt durchaus schönere Plätze. Die Zufahrt ist unbefestigt, holprig und durch das vorangegangene Unwetter vor einigen Tagen total aufgeweicht. Strom ist verfügbar, jedoch keine V+E. Vom Platz aus kommt man aber sehr gut fußläufig in die Altstadt und zum Schloß.

 

Stellplatzkosten: 6,00 €/Strom 2,00 €

Spaziergang zum Schloß Johannisburg: Es wurde in der Zeit von 1605 bis 1614 vom Straßburger Baumeister Georg Ridinger im Stil der Renaissance aus Rotsandstein gebaut. Es beherbergt auf 1400 qm Fläche Kunstwerke und historische Zeugnisse aus sechs Jahrhunderten. Leider ist montags geschlossen, aber alleine schon wegen der Außenanlage und des weiten Blickes auf den Main und die umliegende Landschaft war es ein lohnenswerter Spaziergang.

In Aschaffenburg selbst gibt es sicher noch viel zu entdecken, aber eine Großbaustelle direkt in der Altstadt, verbunden mit viel Baulärm, hat uns ein wenig den Spaß verdorben.

Dienstag, 09.05.2017

Wir verlassen Aschaffenburg und den Main bei sonnigem Wetter. Unser heutiges Ziel soll der Spessart sein. Ebenfalls über eine schöne Nebenstrecke geht es durch Täler und auf Anhöhen mit grandioser Weitsicht. Ziel ist ein kleiner Ort mit Stellplatz ganz in der Nähe von Mespelbrunn: Rothenbuch. Dieser Ort gehört zum RÄUBERLAND im Herzen des Spessart mitten im Main-Viereck. Der Stellplatz kann sich sehen lassen. Wir jedenfalls waren begeistert. Sehr idyllisch gelegen und prima Wandermöglichkeiten direkt vom Platz aus.

 

Stellplatzkosten: 7,00 € incl. V+E, Strom 1,00 €

Mittwoch, 10.05.2017

Der heutige  sehr sonnige und warme Tag steht ganz im Zeichen des Familienbesuches in einem kleinen Ort zwischen Würzburg und Marktheidenfeld. Die Nacht jedoch war recht frostig und lag um die 0 Grad.

 

Danach fahren wir Richtung Ochsenfurt und finden einen sehr schön gelegenen Platz in Eibelstadt direkt am Main, mit Blick auf die Weinberge und mit Sportboothafen. Hier lassen wir in unseren Campingstühlen bei Bier und Wein den Tag ausklingen.

 

Stellplatzkosten: 10,00 € / Strom: 2,00 €

Donnerstag, 11.05.2017

Heute wollen wir uns Ochsenfurt - Die Stadt der Türme - ansehen. Die historische Altstadt wird von einer nahezu vollständigen Befestigungsanlage mit zahlreichen Stadttoren und Türmen umrahmt www.ochsenfurt.de

Durch diese schöne Altstadt zu bummeln hat uns viel Spaß gemacht. Das Wetter spielte mit und wir konnten sogar draußen Kaffee und Eis genießen.

Im Anschluß an unseren umfangreichen Trip durch Ochsenfurt machen wir uns noch auf zu unserem letzten Ziel am Main: Kitzingen. Der Stellplatz befindet sich direkt am Main, nur wenige Minuten Fußweg sind es in die Altstadt. Es handelt sich um einen als "TopPlatz" ausgezeichneten Platz für ca. 70 Womos. Wir stehen im Grünen, Blick auf den Main, und können auch die Binnenschiffe beobachten. Hier läßt es sich aushalten.

 

Stellplatzkosten: 9,00 €/Strom: 2,00 €

 

Freitag, 12.05.2017

Spaziergang in Kitzingen

Samstag/Sonntag 13.-14.05.2017

Familienbesuch in der Heimat anlässlich Geburtstag und Muttertag

Montag, 15.05.2017 - Rückreise über A5/A7

Manchmal braucht's einen Schutzengel. Dieser war wohl mit dabei, sonst wäre es nicht so glimpflich ausgegangen. Uns ist ein Reifen geplatzt und hat die ganze Seitenschürze abgerissen. Glücklicherweise befanden wir uns auf der rechten Fahrspur und kurz vor einer Abfahrt, so dass wir im Schneckentempo erst einmal die Autobahn verlassen konnten. Da wir in Sachen "Reifen" schon einige einschlägige Erfahrungen gemacht haben, führen wir immer einen Ersatzreifen mit. Also war erst einmal Garage komplett ausräumen und Reifenwechsel angesagt. Nach diesem Schreck brauchten wir eine längere Kaffeepause. Am späten Nachmittag waren wir dann wieder zuhause.