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Wüste Tabernas, Sierra Nevada und die Küste

Sonntag, 14.01.2018

 

Nach Verlassen des CP „Cabo de Gata“ verließen wir die schöne Landschaft Cabo de Gata. Unser neues Ziel: Die Wüste Tabernas (Desierto de Tabernas). Sie liegt in der Provinz Almeria und erstreckt sich über 280 km² , wurde 1989 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist die einzige natürliche Wüste Europas. Hier gibt es Mini-Hollywood, denn die außergewöhnliche Landschaft diente immer wieder als Kulisse für bekannte Filme wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, "Lawrence von Arabien", "Indiana Jones" oder "Der Schuh des Manitu" u.v.m.. Die Gebäude blieben stehen und bieten heute Kommerz vom Feinsten. Busseweise werden die Touristen angekarrt …

 

Wir haben in dieser außergewöhnlichen Landschaft einige km zurückgelegt und waren sehr beeindruckt. Auch haben wir eine spektakuläre Bergstraße bis auf mehr als 1000 m Höhe befahren. Von hier aus boten sich tolle Fernblicke auf die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada. Besonders schön waren die terassenartig angelegten Felder mit Mandelbäumen anzuschauen.

 

Dann fing es an zu regnen, muss ja auch mal sein. Bislang hatten wir einfach nur tolles Wetter und allenfalls mal nachts Regen. Unser nächstes Ziel wird Granada sein. Auf halben Weg in Guadix haben wir den heutigen Tag beendet. Morgen wollen wir hier ein bisschen Bummeln. Wir lassen uns überraschen.

 

170 Tageskilometer

Montag, 15.01.2018

In Guadix, das auf über 900 m liegt, gibt es sogar ein kleines Areal für Wohnmobile, zwar keine tolle Umgebung, aber für eine Nacht akzeptabel.

Alle Sicherheitsvorkehrungen wurden getroffen und Benny wurde angewiesen, besonders aufzupassen.

 

Die Temperaturen sind übrigens wie zuhause - um die 0 ° - aber man muss auch die Höhe berücksichtigen.

 

Wir standen in unmittelbarer Nähe der Kathetrale, die abends sehr schön beleuchtet ist.

Aber besonders interessant für diese Stadt sind die Höhlenwohnungen aus dem Mittelalter, die heute noch bewohnt sind. Außerdem ist die Stadt bekannt für ihre schönen Keramikarbeiten.

 

Am frühen Nachmittag sind wir dann weiter auf der A 92 bis nach Granada gefahren und stehen hier auf einem kleinen CP in La Zubia, einen Vorort von Granada. Mal sehen, was sich Morgen so ergibt.

 

80 Tageskilometer

 

Dienstag, 16.01.2018

Granada ist eine quirlige Stadt, enge Straßen, viel Verkehr und die Alhambra liegt hoch über der Stadt. Parkplätze im Stadtzentrum sind Mangelware, bei der Alhambra gibt es zwar auch für Womos Parkplätze, aber zu horrenden Preisen. Der Tagespreis liegt je nach Saison zwischen 30,00 € und 50,00 €. Fußläufig sind trotz Parkplätze einige Kilometer zurückzulegen. Zudem mit Hund wird das Unterfangen nicht einfacher. Wir sind zu dem Entschluß gekommen, uns die Stadt im Rahmen eines anderen Besuches (Städtereise) aufzuheben. Stattdessen sind wir heute nur in der Umgebung spazieren gegangen - Bilder gibt es heute mal keine.

 

CP ACSI pro Tag komplett 19,00 €

Mittwoch, 17.01. – Donnerstag, 18.01.2018

 

Nach den üblichen Pflichten verlassen wir den CP Reina Isabell in La Zubia. Unser heutiges Tagesziel: Die Sierra Nevada. Hier gibt es auf 2.400 m Höhe den Wander-Womostellplatz „Los Penones“. In der Ski-Hauptsaison ist der Platz gebührenpflichtig und kostet 10,00 €.

 

Von hier aus sieht man auf den Pico del Veleta, der mit 3.396 m der zweithöchste Berg der Sierra Nevada ist. Die 30 km lange Auffahrt bis zum Stellplatz war grandios mit Blick auf den türkisfarbenen See „Pantano de Canales“ und eine abwechslungsreiche Bergwelt. Das Wetter war ein Traum, man konnte draußen sitzen, das großartige Panorma genießen und brauchte auf alle Fälle einen ordentlichen Sonnenschutz. Mit einsetzender Dämmerung wurden wir dann noch mit äsenden Gemsen/Steinböcken belohnt. Wir haben hier die letzte Nacht verbracht, mit Sicherheit Temperatur unter 0 °, toller Sternenhimmel und tief unten im Tal die Lichter von Granada.

 

Schweren Herzens ging es heute Morgen wieder weiter. Richtung Malaga und somit wieder an die Küste. 2,5 Stunden später und ein Stückchen entlang der Costa Tropical stehen wir nun direkt an der Strandpromade des Küstenortes Torre del Mar, welcher bereits an der Costa del Sol liegt. Leider kamen am Nachmittag Wolken auf, aber morgen wird es bestimmt wieder schön.

 

Tageskilometer: 140 km

 

Freitag, 19.01.2018

 

Hier in Torre del Mar (kostenfreier Stellplatz direkt an der Strandpromenade) hat es uns sehr  gut gefallen. Einige Restaurants und Cafes am Strand hatten bereits geöffnet, Live-Bands spielten und es wurde sogar getanzt. Zudem gab es eine lange Strandpromenade, wo man herrlich spazieren gehen konnte. Heute Morgen ging es weiter Richtung Malaga. Aber auch hier haben wir uns entschieden, diese Stadt links liegen zu lassen. Danach kam eine völlig verbaute Costa del Sol, Hotel-Hochhäuser bis an den Strand, so dass wir wirklich erleichtert waren, als wir die Städte Torremolinos und Marbella hinter uns gebracht hatten. Das ist definitiv nicht unsere Welt. Auch einen schön gelegenen Campingplatz zu finden, erwies sich als äußerst schwierig. Viele CP lagen direkt an der A 7 (N 340), die man hätte queren müssen, um überhaupt an den Strand zu gelangen. Erst um Estepona herum gab es wieder schönere Landschaft und freier Zugang zum Meer. Beim Örtchen La Duquesa (bei Manilva) fanden wir einen tollen CP „Bellavista“. Hier können wir leider nur 1 Nacht bleiben. Der Platz ist zum Wochenende komplett ausgebucht. Wirklich schade.

 

Somit haben wir erneut heute ca. 150 Tageskilometer zurückgelegt.

 

Samstag, 20.01.2018

 

Recht spät haben wir den schönen Campingplatz Bellavista verlassen und sind weiter auf der A 7/N340 Richtung Tarifa aufgebrochen. In der Ferne sahen wir von der Höhenstraße den majestätischen Gibraltar-Felsen, wie so oft im Nebel. Gibraltar wollen wir uns am Montag oder Dienstag anschauen, doch für das Wochenende haben wir uns wiederum einen schön gelegenen CP kurz vor Tarifa ausgewählt „Camping Rio Jara“. Und wir schauen direkt auf den breiten Sandstrand und den ATLANTIK!!! Der Campingplatz hat einen direkten Zugang über eine Brücke an den weitläufigen Strand und befindet sich zudem in einem Naturschutzgebiet Parque natural del estrecho.

 

Sehr beeindruckend ist das riesige Gebiet mit Pinien, die auch Mittelmeer-Kiefer oder Schirm-Kiefer genannt wird. Aufgrund des hier herrschenden Windes ist es ein beliebtes Kiter-Gebiet.

 

100 Tageskilometer

Camping Rio Jara kein ASCI-Platz, p.T 26,00 € komplett mit Hund

 

Sonntag, 21.01. und Montag, 22.01.2018

 

Unser 2. Tag auf dem Campingplatz verlief sehr geruhsam. Wunderbares Wetter – und es ging gleich nach dem Frühstück zu einer ausgiebigen Strandwanderung. Gebremst wurden wir nur von dem Flußlauf des Rio Jara, der hier tatsächlich seinen Weg über den Strand zum Meer gefunden hat.

 

Nach einem zweiten Kaffee standen kleinere Reparaturen im Womo an und anschließende eine gründliche Wochenendreinigung. Man glaubt gar nicht, was Mensch und Hund für Sand und kleine Steinchen in das Womo schleppen.

 

Am Nachmittag machten wir uns auf zu einem weiterer Strandspaziergang. Denn mittlerweile waren Kiter und Lenkdrachenführer am Strand zugange. Ein schönes Bild. Eine freilaufende Rinderherde querte den Zugang zum CP – welch seltener und schöner Anblick. Später stattete die Herde dann nochmal dem Strand einen Besuch ab.

 

Heute Morgen sind wir dann die 40 km zurückgefahren Richtung Gibraltar. Einkaufen, erfolglos eine Gas-Tankstelle suchen und Pause am Strand – nun stehen wir in La Linea de la Conception (Grenzort vor Gibraltar) auf einen tollen Stellplatz im Jachthafen, den „Felsen“ direkt vor Augen bzw. im Rücken. Morgen wollen wir dann mal den Engländern einen Besuch abstatten.

 

40 Tageskilometer

Dienstag, 23.01.2018

 

Nach einer ausgesprochen ruhigen Nacht – der Stellplatz wird 24 Stunden von der Securitas rundum bewacht – sind wir relativ früh aufgestanden.

 

Bereits um 9.00 Uhr befanden wir uns auf dem Weg zur „Grenze“. Es gab überhaupt keine Probleme, wir drei wurden freundlich durchgewunken. Dann nahm der Stress seinen Lauf. Die Cable Car war außer Betrieb und zu Fuß den Felsen zu erklimmen, dazu hatten wir wenig Lust. Wir sind dann erst einmal mit dem Bus bis zum Zentrum gefahren (Benny wurde auch befördert) und schlenderten nun mehr oder weniger gemütlich über den Kasematten-Platz, hier konnte man sich u.a. einen Überblick über die englische Glasbläserkunst verschaffen. Eine Vielzahl von Cafes  und Restaurants laden zum English Breakfast und zu Fish and Chips ein.

 

Die Mainstreet, die Einkaufsmeile überhaupt. Zigaretten, Parfüm, Spirituosen, Schmuck, Bekleidung u.s.w. sollen hier sehr günstig sein (zollfrei). Sehr verwirrend, da alles in engl. Pfund ausgezeichnet ist. Noch verwirrender ist, das spanische Verkäufer und das Gastronomie-Personal uns Touristen im besten Englisch ansprechen.

 

Angesehen haben wir uns außerdem die römisch-katholische Kathedrale St. Mary the Crowned (Marienkathedrale), die auf den Mauern einer maurischen Moschee erbaut wurde. 

Weiterhin die Kathedrale von Gibraltar der Heiligen Dreifaltigkeit (Cathedral of the Holy Trinity). Diese Kirche liegt am Cathedral Square , sie wird manchmal einfach als Gibraltar Kathedrale bezeichnet. Die Kathedrale ist besonders bekannt für seine maurische Architektur, insbesondere in der Verwendung von Hufeisenbögen. Diese anglikanische Kathedrale war die erste außerhalb der britischen Inseln.

 

Auch die Residenz des Gouverneurs, wo täglich eine Wachablösung stattfindet, lag auf unserem Spaziergang. Das Gebäude war früher ein Franziskanerkloster.

 

Mehr konnten und wollten wir uns nicht antun. Die Stadt ist extrem nervenaufreibend. Unglaublich viel Verkehr, an jeder Ecke eine Großbaustelle, ein unglaublicher Lärm und das Ganze garniert mit schlimmster Luftver-schmutzung. Teilweise haben wir Fahrzeuge der 50iger Jahre gesehen (und gerochen).

 

Da wir unseren Stellplatz keinen weiteren Tag bezahlen wollten, haben wir am frühen Nachmittag unseren Besuch beendet. Zuvor haben wir uns aber auch noch den engl. Klassiker „Fish and Chips“ gegönnt. Sehr lecker, wer hätte das gedacht.

 

Klar, es hätte noch so einiges gegeben, was wir uns gerne angesehen hätten. ….  Benny war dann aber auch froh, mal wieder ein bisschen Grün zu sehen. Aber wer weiß,  vielleicht kommen wir bald mal wieder.

 

Anschließend sind wir wieder Richtung Tarifa gefahren und haben einen schönen ruhigen Stellplatz am „Playa Paloma“ gefunden. Nach einem Strandspaziergang  waren wir rechtschaffend müde – man ist halt eben keine dreißig mehr, gelle.

 

Stellplatzkosten am Jachthafen: 12,00 €/24 Std.

Bus auf Gibraltar hin und zurück: 6,00 €

 

62 Tageskilometer

 

Mittwoch,24.01.2018 und Donnerstag, 25.01.2018

 

Unsere weitere Tour führte uns nach Bolonia,  ein Dorf im Süden Andalusiens, gehört zur Gemeinde Tarifa und liegt an der Straße von Gibraltar gegenüber der Marokkanischen Stadt Tanger. Der Ort hat zwei Sehenswürdigkeiten. Zum einen eine Sanddüne, mehr als 30 m hoch und 200 m breit. Sie ist seit 2001 ein geschütztes Naturmonument. Der Dünenkomplex wird vom Wind LEVANTE gespeist, der hier frontal auf das Ende der Bucht prallt und fortdauernd ins Landesinnere vorrückt. Abgesehen von Strandhafer können sich unter diesen Bedingungen keine Pflanzen ansiedeln. Die Düne dringt aktuell in einen Pinienbestand ein. Das kontinuierliche Fortschreiten des Sandes führt unweigerlich zum Absterben der Pinien, die dabei verschüttet werden.

 

Weiterhin eine römische Ausgrabungsstätte: Baelo Claudia, röm. Ruinenstadt, wurde im 2. Jahrhundert VOR Christus gegründet. Die Siedlung entstand als „Industriestadt“ zur Verarbeitung der Fischfänge, hauptsächlich Thunfisch (zu Trockenfisch), und zur Herstellung der begehrten Würzsauce Garum. Von hier aus wurden die Produkte in das gesamte römische Reich exportiert. Ihren Höhepunkt erreichte die Siedlung in den zwei Jahrhunderten nach Christus. Baelo Claudia wurde von den Römern im ausgehenden 2. Jahrhundert wegen Erdbeben und wirtschaftlichem Niedergang verlassen.

 

Im Jahre 711 begannen die Mauren von diesem Ort aus ihren Eroberungsfeldzug der Iberischen Halbinsel und sorgten dann etwa 700 Jahre für eine Blütezeit Andalusiens.

 

Zu besichtigen sind heute u.a. die Reste eines der ehemals drei Aquädukte zur Wasserversorgung der Stadt, das gut erhaltene Theater und die ausgedehnte Basilika mit einer Statue des Kaisers Trajan. Zu den neueren Ausgrabungsergebnissen gehören ein Stadttor, durch das man die Stadt in östliche Richtung verlässt, eine Badeanlage mit Hypokaustum (Fußbodenheizung) und die Garum-Manufaktur direkt am Strand (wegen der Geruchsbelästigung).

 

Das Wetter war zum Besichtigungszeitpunkt ausnahmsweise mal nicht so toll, aber es hat uns trotzdem viel Spaß bereitet, uns die Anlage anzusehen.

 

Anschließend sind wir noch in das 50 km entfernte Conil de la Frontera gefahren. Hier haben wir uns den Campingplatz „La Rosaleda“ ausgesucht, um die nächsten Tage mal wieder Wäsche zu waschen und auch endlich  das Wohnmobil gründlich zu waschen (hier gibt es eine entsprechende Waschanlage).

 

100 Tageskilometer

 

Die Ruinenstadt Baleo Claudio

Freitag, 26.01. - Sonntag, 28.01.2018

 

Der Freitag stand im Zeichen von Wäsche waschen. Für uns immer wieder ein kleines Abenteuer. Studium der Waschanleitung, wenn man Pech hat, in spanisch. Wir hatten Glück, eine gute Bedinungsanleitung in deutsch.

Meistens handelt es sich um große Industrie-Waschmaschinen mit Turbowaschgängen. Z.B. 60° Weisswäsche in 31 Minuten!! Und ja, die Wäsche wird ordentlich sauber und ist auch gut geschleudert. Auf der Leine bei Sonne und Wind ist die Wäsche in Rekordzeit wieder trocken und kann in den Schrank zurück. Wir haben 2 Maschinen gewaschen.

Kosten:4,00 € pro Maschine

 

Heute, Samstag, stand Einkaufen auf dem Programm. Danach haben wir uns das kleine Städtchen Conil de la Frontera angesehen. Es handelt sich um eine der "weißen Orte" Andalusiens im maurischen Stil. Hier hat es uns sehr gefallen - die Sonne schien, bilderbuchblauer Himmel und eine "gemütliche Stadt". Selbstverständlich haben wir uns auch an die schöne Strandpromenade gesetzt und Kaffee getrunken.

 

Wieder zurück auf dem Campingplatz hat Peter 2 Stunden lang unser Wohnmobil gewaschen. Nun sieht es wieder aus wie neu.

 

Morgen fahren wir weiter Richtung Cadiz.

 

15 Tageskilometer

Sonntag, 28.01.2018

Nach einem leckeren Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft und der üblichen V+E tingelten wir langsam unserem morgigen Tagesziel - Cadiz - entgegen. Wir befuhren ganz kleine Nebenstraßen mit schönen Fincas und einem sehenswertem Pinienbestand. Am Strand Playa de la Barrosa in Novo Sancti Petri konnte sich unser Benny nach Herzenslust vergnügen, denn wir hatten ihn an der langen Schleppleine. Ein Stückchen weiter kurz vor dem Naturschutzgebiet "Parque Natural Bahia de Cadiz" fanden wir einen netten Platz für unsere Kaffeepause. Nun stehen wir kurz vor Cadiz auf einem Parkplatz mit Blick auf den Atlantik.

 

47 Tageskilometer

CP La Rosaleda Kosten:17,00 € ASCI komplett p. Tag = 51,00 €

 

Montag, 29.01.2018

 

Heute waren wir in Cadiz, die älteste Stadt Europas. Der Legende nach wurde sie von Herakles gegründet. Nach einem römischen Historiker wurde der Grundstein schon 1100 Jahre vor Christi Geburt gelegt.

 

Cadiz erhebt sich auf einer Landzunge und ist fast gänzlich von Wasser umgeben. Man sagt auch „Cadiz – Tor zum Atlantik“.

 

Unser Fokus lag auf der Kathedrale „Zum Heiligen Kreuz über dem Meer“, der Bau wurde 1720 begonnen, aber erst 1830 vollendet. Der monumentale Bau mit der weissen neoklassizistischen Fassade und den beiden Türmen grenzt mit der Rückseite an das Meer. In der Krypta befindet sich das Grab von Manuel de Falla, ein berühmter spanischer Komponist.

 

Wir waren förmlich erschlagen von der Größe, der wunderbaren Bauweise und den vielen unterschiedlichen Altären der Kathedrale. Der Eintritt kostet p.P. 6,00 € und man bekommt einen Audio-Guide in seiner Sprache umgehängt. Fotografieren mit Blitzlicht ist verboten …

 

 

Weiterhin haben wir uns noch die Kirche/Kloster Iglesia Conventual de San Francisco von 1566 und den Plaza de Espana mit dem Cortes-Monument (Denkmal zur ersten spanischen Verfassung  La Pepa 1812) angesehen. Wir waren auch in den Markthallen (leider nur bis 14.00 Uhr geöffnet) und haben uns noch das Rathaus und verschiedene andere kleinere Plätze angesehen. Außerdem sind wir kreuz und quer durch die engen alten Gassen der Altstadt gelaufen bis die Füsse rund waren und es uns nach mehr als 3 Stunden wieder zu unserem Benny ins Wohnmobil gezogen hat. Wir standen übrigens für 3,00 € auf einem bewachten Platz am Hafen.

 

Auch hier müssen wir sagen, dass man sich noch eine Menge mehr hätte ansehen können ….

 

Uns hat es für einen kleinen Einblick gereicht. Nach so viel Kultur zog es uns mit Macht in ruhigere Regionen und wir sind noch die 45 km bis nach Rota gefahren. Hier standen wir im Kreise weiterer Womos am Punta Candor. Dort gibt es nicht nur einen herrlichen Pinienbestand, durch den sich lange Holzstege ziehen, sondern auch einen sehr schönen Strand. Hier konnte man dann noch die einmaligen „Los Corrales de Rota“ bewundern. Das sind von den Römern kleine im Meer installierte Parzellen (Steinkäfige) für den damaligen traditionellen Fischfang. Fische  und sonstige Meeresfrüchte werden bei Flut hineingepült und bei Ebbe „geerntet“. Sie werden noch heute für den Fischfang eingesetzt.

 

76 Tageskilometer

 


Dienstag, 30.01.2018

Eigentlich wollten wir uns noch den Ort Rota ansehen. Laut Reiseführer soll es einen Strand der Superlative geben, aber auch eine schöne Altstadt und einen sehenswerten Leuchtturm. Mit diesem Wissen müssen wir uns begnügen. Eine Anfahrt war einfach nicht möglich - unser Navi Gretel kam weder mit offensichtlich neuen Einbahnstraßen klar, noch waren alle Kreisel in unserem vor kurzem vorgenommenen Update enthalten und Parkplätze in der Nähe gab es schon gar nicht. Somit sind wir unverrichteter Dinge weitergefahren. Neues Ziel: El Rocio, angrenzend an den Parque National de Donana.

Aber aufgrund eben dieses Parkes mussten wir einen Umweg von 200 km !! über Sevilla in Kauf nehmen. Luftlinie eigentlich nur 50 km. Am frühen Nachmittag waren wir in El Rocio, Campingplatz "La Aldia de Rocio".

 

Mittwoch, 31.01.2018

Heute waren wir mal eben in New Mexiko - hätte man meinen können. Eigentlich hätte es uns auch nicht gewundert, wenn plötzlich Charles Bronson oder John Wayne um die Ecke gekommen wäre. Ein ganzer Ort, der über keine befestigten Straßen verfügt, große Sandplätze beherrschen das Ortsbild. Der Ort belebt sich vornehmlich zur Wallfahrt an Pfingsten. Aber dann muss dort die Hölle los sein. Alles beherrschend ist die Wallfahrtskirche Ermita del Rocio - eine wirkliche Augenweide.
Es wird die Heilige Jungfrau von El Rocío verehrt - oft als Blanca Paloma (Weiße Taube) bezeichnet. Zu Pfingsten kommen über eine Million Pilger - Romeros - zur Wallfahrt in den kleinen Ort.

 

"Drumherum" alles hübsch hergerichtet für die Touristen... Auf dem großen Sandplatz Cafes, Restaurants, Souvenirläden, dazwischen Pferdekutschen, Reiter und das ganze mit einem tollen Blick auf die Kirche und ein flacher See voller Flamingos und anderer Wasservögel.

Donnerstag, 01.02.2018

 

Wir haben den Campingplatz Aldea in El Rocio heute Morgen verlassen. Heute wollen wir im Donana Nationalpark ein bisschen wandern. Ziel ist der ca. 30 km entfernte Wanderparkplatz „Cuesta Maneli“. Wir haben es uns gerade gemütlich gemacht, wollten vor der Tour noch einen Kaffee trinken, als zwei Park-Ranger auf den Parkplatz fuhren und uns sehr freundlich baten, das Gelände zu verlassen. Der Parkplatz sei wegen Bauarbeiten geschlossen. Schade. Unverrichteter Dinge mussten wir wieder weiter fahren. Natürlich hätten wir auch eine geführte Wanderung mitmachen können, nur, Hunde sind da nicht gerne gesehen. So jedenfalls die Info von anderen Wohnmobilisten. Nach einigem Suchen fanden wir dann an der Steilküste einen Pausenplatz. Hier konnte man sehr abenteuerlich in den 4x4 Offroad- und Quadspuren den steilen Abhang zum Strand runter laufen. Toller, breiter Strand, im Hintergrund der Steilhang – das sah wirklich beeindruckend aus. Ein längerer Spaziergang bis nach Matalascanas führte uns zum Torre de la Higuera. Es handelt sich um die Reste eines alten Wachturms aus dem 16. Jahrhundert, der 1755 von einem Erdbeben zerstört worden ist. Der Wachturm diente ursprünglich zur Verteidigung gegen Piratenschiffe.

 

Und dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Nach dem Spaziergang entschieden wir, noch Huelva, eine ca. 30 km entfernte Industriestadt anzufahren, um nochmal einen größeren Einkauf fürs Wochenende machen zu können. Außerdem brauchten wir mal wieder eine Gas-Tankstelle. Nach dem Einkauf irrten wir dann durch Huelva, ein Stell- oder Parkplatz war einfach nicht zu finden. Und dann haben wir uns auch noch total verfahren. Es war schon dunkel, als wir endlich ziemlich entnervt bei Bonares (ca. 40 km von Huelva entfernt) einen Platz fanden. Zwei große streunende Hunde in der Nähe des Wohnmobils verschafften uns einen unruhigen Abend und eine unruhige Nacht (Peter musste ja abends und auch morgens mit Benny Gassi gehen).

 

161 Tageskilometer

 

Freitag, 02.02.2018

 

Neuer Tag, neues Glück. Nach Huelva wollten wir nicht noch einmal zurück und da sich in der Nähe eine Autobahnauffahrt befand (A 49) war unser neues Ziel

 

                                                                                        P o r t u g a l .

 

 Und hier geht es nun weiter.

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