Schöne Landschaften, schöne Orte

Freitag, 23.02.2018

Wir hatten eine richtig kalte Nacht (3° - o.k. zuhause ist es kälter). Nach V+E ist unser Ziel das nahe Obidos. Es erinnert so ein bisschen an Rothenburg ob der Tauber.

 

Die mittelalterliche Stadt Óbidos ist eine der malerischsten und am besten erhaltenen Städte Portugals.

Die rundumlaufende Stadtmauer ist komplett erhalten, ebenso das um die Stadt führende Äquadukt.

Nahe genug bei der Hauptstadt und auf einem hohen Punkt in der Nähe der Atlantikküste gelegen, hatte Óbidos in dem Gebiet eine strategische Bedeutung. Die Stadt, die schon vor Ankunft der Römer auf der Iberischen Halbinsel bewohnt war, wurde von dem Augenblick an wohlhabender, als sie von der königlichen Familie ausgewählt wurde. Seit König D. Dinis sie seiner Frau D. Isabel im dreizehnten Jahrhundert schenkte, gehörte sie zum Casa das Rainhas (Vermögen der Königinnen), von dem sie über mehrere Dynastien hinweg profitierte und das sie reich machte.

Obidos hat es als eines der ersten in Portugal verstanden, seinen mittelalterlichen Charme zu vermarkten. Trotz vieler Touristen hat es seinen Reiz bewahrt. Nahezu jedes Haus ist blumengeschmückt und viele kleine Lädchen mit Kitsch und Kunst haben sich angesiedelt.

 

Es hat sehr viel Spaß gemacht, durch die lebhaften Gassen zu schlendern.

 

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Nachmittags sind wir dann noch nach Nazaré gefahren. Das ist DER Surfspot in Portugal!  Die hier brechenden Wellen sind bei entsprechenden Bedingungen eine der größten surfbaren Wellen der Welt.

 

Wer darüber noch mehr lesen möchte:

Einen Nachtplatz fanden wir hier in Nazaré nicht. Aber ein paar Kilometer weiter gab es dann ein ruhiges Plätzchen direkt auf der Steilklippe und zum Abendessen einen tollen Sonnenuntergang für uns. Unterhalb der Klippe, die mit allerlei hier heimischen Pflanzen übersät ist, ist ein schöner Strand.

 

62 Tageskilometer

Samstag, 24.02.2018

 

Ruhige Nacht, sonniger Morgen - was will man mehr?

Zunächst fuhren wir die paar Kilometer nach Marinha Grande, um bei Vodafone eine neue Prepaidkarte für unseren Huawei zu kaufen. Wir hatten ja tagelang kein Netz und offensichtlich funktioniert unsere Karte nicht mehr. Wir erstanden eine Karte mit 10 GB für 15,00 €. Und siehe da, nun haben wir auch wieder ein Netz.

 

Wir tingeln von Strand zu Strand und werden im trauriger. Wir sind bestimmt 40 km durch verbrannte Wälder gefahren. Oftmals muss das Feuer bis an die Ortschaften herangekommen sein. Einige Bauruinen zeugen davon. Welche Katastrophe! Es wird viele Jahre dauern, bis alle Schäden beseitigt sind.

Am schönen Praia Osso do Baleila (vor Figueira da Foz) machten wir unsere Kaffeepause und einen ausgiebigen Spaziergang.

Wir setzten unsere Fahrt fort. Unseren Nachtplatz fanden wir hinter den Dünen am Strand von Mira.

 

130 Tageskilometer

 

 

Sonntag, 25.02.2018

Und wieder ein sonniger Tag. Unser Tagesziel ist Aveiro.

Aveiro liegt an der Ria de Aveiro, die sich im Mündungsgebiet des Rio Vouga befindet. Aveiro wird wegen der drei Kanäle Canal de São Roque, Canal das Pirâmides und Canal dos Santos Mârtires auch „das Venedig Portugals“ genannt.

An Meer und Ria (Haff) gelegen, wird Aveiro von einem Netz von Kanälen durchzogen, auf dem die „barcos moliceiros“ (Seetang-Boote) umherfahren. Diese schlanken und farbenfrohen Boote dienten dazu, Algen und Seegras zu fangen und werden heute für touristische Spazierfahrten benutzt.

 

Unser Besuch in Aveiro kollidierte mit einem riesigen Flohmarkt, der überall in der Altstadt stattfand. Die dort besonders schöne Straßenkunst, das Pflaster, konnten wir uns leider wegen des Flohmarkts kaum ansehen.

Aber die Flohmarkt-Stände waren total interessant. Ganz ausgefallene Liebhaberstücke.

 

Aveiro besitzt außerdem eine Anzahl von Gebäuden im Stil „Arte Nova“ (Jugendstil).

 

Unser Womo parkten wir auf dem großen Stellplatz unter der Autobahnbrücke.

 

 

Den restlichen Tag verbrachten wir in Torreira auf der Halbinsel Sao Jacinto "am Bodden" der Ria de Aveiro. Wir standen unweit des Hafens und der Strandpromenade und verbrachten hier auch die Nacht. Morgens waren viele Fischer mit den schön anzusehenden bunten Booten unterwegs.

 

100 Tageskilometer

Und außerdem schwelgen wir in Erdbeeren. Ein Kistchen frisch geerntet für 5,00 €.

Montag, 26.02.2018

Heute geht's Richtung Porto. Wir haben uns einen Stellplatz direkt am Douro ausgesucht. Da wir hier die Nacht nicht verbringen wollen, checken wir im 6 km entfernen Stadtcamping Marisol in Canidelo ein und morgen, Dienstag, gehts dann nach Porto. Der CP ist recht einfach, um nicht zu sagen, etwas freudlos.

 

Dienstag, 27.02.2018

Wir haben es fast befürchtet. Die europäische Großwetterlage ist über Nacht auch bei uns angekommen. Es schüttet wie aus Kübeln. Unter diesen Umständen haben wir keine Lust, uns Porto anzusehen.

 

Nach langem Hin und Her beschließen wir, im 20 km entfernten Angeiras auf dem dortigen sehr schönen CP auf besseres Wetter zu warten.

 

Mittwoch, 28.02.2018

Von Regen kann man eigentlich nicht sprechen. Seit Montagnacht haben wir Starkregen und zeitweise auch Sturm ohne Unterbrechung. Es schüttet wie aus Eimern und die Prognose sieht wahrlich nicht gut aus.

 

Donnerstag, 01.03.2018

Schweren Herzens brechen wir unsere Tour in Portugal ab. Im strömenden Regen verlassen wir die portugiesische Küste.

 

In Nordspanien/Asturien sieht die Wetterprognose deutlich besser aus. Hier wollen wir noch ein bisschen Zeit verbringen, ehe es dann Richtung Heimat geht.

 

Mehr denn je bleibt festzustellen, dass man mit einem Womo absolut flexibel ist!!!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jens Umlauf (Dienstag, 13 März 2018 20:39)

    Ihr macht das richtig. Ich freu mich sehr für euch.

    Viele liebe Grüße

    Jens