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Unsere Rückreise Teil 1

 

Sonntag, 26.01.2020

 

Nun sind wir also wieder in Spanien.

 

Heute wird außerdem Geburtstag gefeiert. Das Geburtstagskind hat sich einen sonnigen Tag das letzte Mal am Atlantik gewünscht. Da es uns in Matalascanas so gut gefallen hat, fahren wir erneut an dieses schönes Plätzchen.

 

Wir merken gleich - es hat sich was verändert. Wir waren vor ca. 1 Woche hier und seitdem hat es ordentlich gestürmt und geregnet. Der Weg zum Strand ist weggespült und der Strand selbst hat sich auch verändert. Es ist immer wieder erstaunlich, was die Natur zu leisten vermag.

 

120 Tageskilometer

 

Nach einem wunderbaren ausgiebigen Spaziergang gibt es Kaffee und Kuchen im Womo. Das Experiment "Kuchenbacken im Omia Backofen" ist halbwegs gelungen. Der Apfelkuchen schmeckt ausgezeichnet, allerdings ist der Kuchen nicht so "hoch gegangen" wie zuhause. Das müssen wir wohl noch ein bisschen üben.

 

 

 

Montag, 27.01.2020

 

Nun geht es also zurück Richtung Malaga/Almeria. Wir fahren größtenteils die A 92. An der Küste selbst wollen wir uns keinen Übernachtungsplatz suchen, aber unsere neue App "CaraMaps" (den App-Tipp haben wir von Fips-Womoreisen - vielen Dank dafür !) hat einen Stellplatz in einem kleinen Örtchen parat. Auf diese Weise landen wir in Campillos, ca. 20 km entfernt von der A 92. Die Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt und es gibt unendlich viele Olivenbäume. Aus der Gegend kommt das bekannte Estepa-Olivenöl.

 

So einen Stellplatz wünschen wir uns öfters. Ein großes Dankeschön an den Ort! Nicht abseits, sondern mitten drin an der Fußgängerzone. Mit Ver- und Entsorgung, und außerdem ist der Stellplatz auch noch kostenlos.

Und auch unser Spaziergang im Ort ist sehr positiv. Liebevolle Grünanlagen, viele Sitzgelegenheiten für die Bürger, Sportgeräte in der Fußgängerzone, die im übrigen autofrei ist, viele kleine Geschäfte, kein Leerstand oder Bauruinen und vor allen Dingen - kein Müll! 

 

Nachfolgend unsere Eindrücke.

 

Tageskilometer 120 Tageskilometer

 

Dienstag, 28.01.2020

 

Nach der V + E führt uns unser weiterer Weg weiterhin Richtung Almeria. Und wieder einmal ist es schwierig, an der Küste einen Übernachtungsplatz zu finden. Letztlich landen wir auf dem CP Mar Azul in Balerma, gelegen mitten in der Plastikwelt und den damit verbundenen Müllhaufen. Der CP selbst ist schön angelegt, die Parzellen sind mit Pflanzen aufgelockert, sehr gute Sanitäranlagen, top sauber und organisiert und von daher auch zu Recht sehr gut bewertet - aber leider, komplett belegt. Es gibt aber einen sogenannten Wartebereich, auf dem man für 14,00 € übernachten kann.

 

Auf der anderen Straßenseite gibt es einen netten Strand und einen langen Spazierweg.

 

14,00 € für den Campingplatz

268 Tageskilometer

Mittwoch, 29.01.2020 - Samstag, 01.02.2020

 

Noch einmal wollen wir zum Cabo de Gata, Campingplatz La Caleta. Hier hat es uns vor 2 Jahren so gut gefallen. Es ist fast so ein bisschen wie "Heimkommen". Schnell ist ein schönes Plätzchen gefunden und wir richten uns häuslich ein. 3 Tage wollen wir bleiben. Und nachdem endlich auch das Wetter wieder besser ist, soll auch noch einmal Wäsche gewaschen werden. Schnell ist die erste Maschine auf der Leine und dann geht es noch an den Strand der Krähenbucht.

 

100 Tageskilometer

CP-Kosten p.Tag 20,00 € komplett Strom und Hund = 60,00 €

 

 

 

Am nächsten Tag haben wir richtig schönes Wetter. Wir machen einen ausgiebigen Spaziergang in den Ort Las Negras, sitzen am Strand und trinken Cafe.

 

Ich mache mich allein auf eine kleine Wanderung. Von der Krähenbucht aus geht ein steiler, steiniger Weg hoch "auf den Berg" zu einem Aussichtspunkt. Und ich will endlich wissen, was sich hinter dem Berg für eine Aussicht verbirgt. Der Weg über die Steine ist recht beschwerlich - aber es hat sich gelohnt. Man hat von dort oben eine traumhafte Aussicht.

 

Samstag, 01.02.2020

 

Schweren Herzens wollen wir heute weiterfahren. In Campohermosa ergänzen wir erst einmal unsere Vorräte und dann geht es weiter. Um Mazzaron fällt uns nichts besseres ein, als erneut nach Bolnuevo zu fahren. Als wir auf der Hinreise uns die Winderosionen angesehen haben, standen jede Menge Womos auf dem großen Parkplatz davor. Hier, so dachten wir, können wir die Nacht verbringen. Campingplätze oder gar andere Stellplätze waren überfüllt.

 

Nach einem kleinen Spaziergang erfahren wir von anderen Wohnmobilisten, dass der Platz nicht mehr verfügbar ist, man darf nur noch maximal 4 Stunden parken. Und angeblich wurde der Platz auch schon von der Polizei geräumt. Guter Rat ist teuer, wir wissen nicht so recht, was wir machen sollen. Es wird langsam dunkel, jetzt nochmal wegfahren wollen wir auch nicht. Und es kam, wie nicht anders zu erwarten, nach 20.00 Uhr klopfte es und wir wurden von der Polizei darüber informiert, dass wir unverzüglich den Platz verlassen müssen. Mit uns waren noch wenigstens 10 - 15 andere Womos betroffen.

 

Aber manchmal hat man auch Glück und der Polizist, mit dem ich sprach, war sehr nett und hilfsbereit. Er gab den Tipp, einfach an den äußersten Rand des Platzes zu fahren, dort gelte das Parkverbot nicht. Das ließen wir uns wahrlich nicht zweimal sagen. Wir hatten zwar nicht gerade die ruhigste Nacht, aber wurden auch nicht mehr behelligt.

 

Das war das erste Mal für uns, dass uns so etwas passiert ist. Wir werden künftig noch mehr darauf achten, wo wir parken.

 

Und hier mal unsere persönliche Einschätzung zu solchen Situationen:

 

Entgegen unserer ersten Fahrt 2018 hat sich die Zahl der Wohnmobile unglaublich vervielfacht. Und  Rücksichtslosigkeit, Egoismus und Respektlosigkeit sind unerträglich geworden. Dies wurde uns in Gesprächen mit anderen Wohnmobilisten auch bestätigt.

 

Plätze, die in all den Jahren verfügbar waren und wo KURZFRISTIGES Übernachten, insbesondere in der Nebensaison, toleriert wurden, werden förmlich belagert. Auf diesen Plätzen gibt es logischerweise keine V+E, also werden Grauwasser und Kassetteninhalte in die Landschaft gekippt. Dafür fehlen einem die Worte. Daher ist es eigentlich nur verständlich, wenn die Kommunen sich das nicht mehr bieten lassen wollen. Diese Plätze werden zwangsläufig immer weniger.

 

Offizielle Stellplätze, die in der Regel über V+E verfügen und zudem meist recht günstig sind, werden wochen- wenn nicht gar monatelang als Campingplatz missbraucht. Und dies, obwohl Stellplätze in der Regel für maximal 48 Stunden genutzt werden sollen, und zwar ohne "Campingverhalten". Was dies bedeutet, scheint vielen nicht klar zu sein. 

 

Durchreisende haben so kaum noch Chancen, nachmittags einen Platz für die Nacht zu finden.

 

Aber mittlerweile ist es auch kaum noch möglich, einen Campingplatz zu finden. Wir mussten oft genug unverrichtet weiter fahren. Spanien, natürlich vornehmlich die Küste, steht kurz vorm Kollaps. Es ist so unglaublich schade.

 

Es bleibt zu wünschen, dass sich vielleicht der eine oder andere Wohnmobilist angesprochen fühlt und sein Verhalten überdenkt.

 

180 Tageskilometer

 

 

Sonntag, 02.02.2020

 

Das Wetter ist schön, der abendliche Schreck ist verdaut und heute wollen wir uns die Stadt Cartagena ansehen. Über Park4night haben wir uns eine Parkmöglichkeit rausgesucht - an einem Sportstadion gibt es einen riesigen freien Platz. Wir haben mit diesem Platz ein ganz gutes Gefühl, stehen niemand im Wege und vor allen Dingen, es sind nur wenige Gehminuten bis zur Altstadt.

 

Cartagena ist eine Hafenstadt und ein Marinestützpunkt in der Region Murcia. Sie zählt zu den ältesten Siedlungen an der spanischen Mittelmeerküste.

Die Stadt wurde von den Karthagern etwa 220 v.Chr. gegründet und erlebte unter der Herrschaft der Römer eine Blütezeit. Danach begann für Cartagena eine wechselvolle Geschichte.

 

Die Stadt hat eine Stadtmauer und Schutzanlagen um den Hafen.

Am Hafen befindet sich der sehr schön bepflanzte Platz der Heroes de Cavite mit dem gleichnamigen Monument. Es erinnert an die Toten des Spanisch-Amerikanischen Krieges.

 

In der Calle Carmen und Calle Mayor befinden sich viele wunderschöne Jugendstilhäuser sowie das Grand Hotel von 1916.

 

Selbstverständlich weist Cartagena einige herausragende römische Ruinen auf. So zum Beispiel ein Theater aus dem 1. Jahrhundert sowie ein Amphitheater. Diese haben wir uns nicht angesehen, dafür hat leider die Zeit nicht mehr gereicht, da wir von den Prachtstraßen und vom Hafen überaus begeistert waren und auch ein leckerer Kaffee in der Calle Mayor nicht fehlen durfte.

 

Wir haben unseren Spaziergang beim Plaza Espana begonnen.

Dort begannen die Prachtstraßen Calle Carmen und Calle Mayor, die dann zum Hafen führt.

Zurück ging es dann über die Calle Real mit dem riesigen „Arsenal“, dem Militärstützpunkt. In nur wenigen Minuten waren wir wieder an der Rambla de Benipila.

 

Unsere Eindrücke:

 

Plaza Espana

Calle Carmen und Calle Mayor

Plaza del Puerto

Marinestützpunkt

 

Da wir in Cartagena nicht übernachten wollen, fahren wir noch ein Stückchen bis zum Camperpark La Ribera in San Javier in der Nähe von Mar Menor. Der riesige Platz verfügt über mehr als 200 Stellplätze!!! Man glaubt es kaum, wir haben noch einen Platz bekommen, aber nur, weil wir keinen Strom benötigten.

 

Stellplatzkosten 9,00 €

75 Tageskilometer

 Camperpark La Ribera - kein eigenes Bildmaterial (aus dem Stellplatzführer) -

 

 

Fortsetzung in 3.5 Unsere Rückreise Teil 2

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Kommentare: 2
  • #1

    Sigrid und Edwin - fips-womoreisen (Sonntag, 09 Februar 2020 10:10)

    Hallo Rosi und Peter!
    Wir haben soeben den Eintrag vom 1.2. gelesen und sind zu hundert Prozent eurer Meinung. Was uns in den letzten zwei/drei Jahren an Womos begegnet, ist Wahnsinn. Wir haben letztes Jahr auf dem Weg nach Portugal unterwegs aufgehört zu zählen, als wir in kürzester Zeit die Zahl 300 erreichten. Caravanen von Womos kamen uns Anfang April aus der Überwinterung entgegen; mit soviel "Gegenverkehr" hatten wir nicht gerechnet! Kein Wunder, wenn bei diesem Massenandrang jeder Platz mißbraucht wird und man sich dann auf diesen Plätzen mit dem "freien Campen" (Stuhl, Tisch, Markise) brüstet.
    Sehr schade. Man muß befürchten, das es nicht weniger wird und kann nur hoffen, das durch solche Einträge das Verhalten überdacht wird.
    Weiter eine gute Fahrt und kommt gesund zurück.
    Lieben Gruss von uns.

  • #2

    Birgit und Eugen (Sonntag, 09 Februar 2020 13:09)

    Wir wünschen dem Geburtstagskind nachträglich alles Gute, Gesundheit und weiterhin eine gute unfallfreie Fahrt und freie Übernachtungsplätze.
    Liebe Grüße aus Celle