Auf der Suche nach Sonne ...

Dienstag, 30.10.2018

Saragossa (spanisch: Zaragoza)  ist die Hauptstadt der Region Aragonien im Nordosten Spaniens und liegt am Ufer des Ebro. Einen ruhigen Übernachtungsplatz fanden wir auf dem Parkplatz des "Agua Parks", ehemaliges Expogelände 2008. Es handelt sich um ein Naherholungsgebiet, u.a. mit einem großen Feuchtbiotop, auf dem unzählige Wasservögel zuhause sind. Ein schönes Gelände für einen Hundespaziergang.

 

Der Weg in die Innenstadt war uns von hier allerdings zu lang, so dass wir uns einen näheren  Parkplatz in der Avenida José Atares, direkt am Ebro und in Höhe der Fußgängerbrücke Pasarela del Voluntariado gesucht haben. Von hier aus konnten wir sehr hundefreundlich fast den gesamten Weg in die Innenstadt auf schön angelegten Wegen am Ebro entlang gehen.

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Es gibt sehr viel in Saragossa anzusehen. Wir haben uns auf den Plaza del Pilar beschränkt. Hier stehen die wichtigsten drei Sehenswürdigkeiten der Stadt.

 

Bereits auf unserem Weg sehen wir immer wieder auf der anderen Uferseite die monumentalen Bauwerke.

Aber zuvor gehen wir über die älteste Brücke über den Ebro, die 200 Meter lange Puente de Piedra. Sie ist ein imposantes Zeugnis spätgotischer Baukunst, die Arbeiten begannen Anfang des 15. Jahrhunderts. Infolge von Überschwemmungen und kriegerischen Zerstörungen wurde sie mehrmals restauriert bzw. wieder aufgebaut.

Heute präsentiert sich die Puente de Piedra in Saragossa als kolossaler Übergang und wird mit dem Namen Brücke der Löwen bezeichnet. Vier große Bronzelöwen, das Symbol der Stadt Saragossa, schmücken die vier Hautpfeiler des steinernen Bauwerks seit 1991.

 

 

Plaza del Pilar

 

Die Kathedrale La Seo

Die Kathedrale hat eine sehr lange Geschichte, auf die Einzelheiten kann man gar nicht in Gänze eingehen. Wir haben uns auf unseren Reisen schon viele Kathedralen angesehen. Aber selten waren wir so sprachlos und tief beeindruckt. Wie immer war das Fotografieren strengstens verboten, Aufpasser gab es genug. Dennoch, einige wenige Handy-Bilder gibt es, aber die geben kaum die Größe, Vielfältigkeit und Schönheit wieder.

 

Eintritt: 4,00 € p.P.

 

Weiterhin haben wir uns die weithin sichtbare Basilika - Barockkirche Virgen del Pilar

angesehen. Sie ist einmalig schön.

Das Gebäude ist ein Juwel der Barockkunst. Es wurde während des 17. und 18. Jahrhunderts errichtet. Im Inneren ist die hl. Kapelle bemerkenswert, ein Werk von Ventura Rodríguez, in dem das Bildnis der Virgen del Pilar aufbewahrt wird. Ebenfalls interessant sind der in Alabaster gearbeitete Hauptaltar und der Renaissance-Chor. Die Basilika steht unter Denkmalschutz. Zusammen mit der Kathedrale von Santiago de Compostela ist die Pilar-Basilika eines der bedeutendsten religiösen Zentren Spaniens. Zudem ist sie ein künstlerisches Zentrum erster Güte mit wertvollen Kunstwerken aus verschiedenen Epochen. Besonders hervorzuheben sind die von Goya gemalten Fresken im kleinen Chor und in der Kuppel „Regina Martyrum“.

 

In der Nähe der Basilika befindet sich das Rathaus, der Ayuntamiento. Das ursprüngliche Renaissancegebäude wurde im Spanischen Bürgerkrieg beschädigt. Die Sanierungen, deren Ergebnis heute zu sehen ist, wurden Mitte des 20. Jahrhunderts beendet. Dort kann man auch die Skulpturen auf beiden Seiten des Haupteingangs, die San Valero und den Schutzengel der Stadt repräsentieren, sehen. Diese wurden vom abstrakten Bildhauer Pablo Serrano entworfen. 

Und außerdem

Es gibt noch soviel mehr zu sehen - wir werden auf alle Fälle nochmal herkommen.

Wir brechen hier unsere Besichtigung ab. Es zieht uns in wärmere Regionen. Auch heute war wieder ein extrem nasskalter Tag, an dem man eigentlich nicht draußen rumlaufen mag.

 

Nach einer schönen Pause im Wohnmobil kämpfen wir uns durch die rush hour von Saragossa und fahren noch knapp 50 km. In dem kleinen Ort Quinto  an der N 232 finden wir einen ruhigen Parkplatz. Morgen geht es weiter. Dann hoffentlich ohne Regen.

 

Tageskilometer: 53

 

Mittwoch, 31.10.2018

Die Nacht war ruhig und morgens regnet es leicht.

Unser heutiges Tagesziel: Cambrils bei Tarragona.

 

Wir fahren sehr gemütlich die Strecke, machen unterwegs noch einen Großeinkauf und sind am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz Playa y Fiesta in Mont-roig del Camp bei Cambrils. Es gibt hier neben dem regulären Campingplatz einen Camperpark. Nach dem Einchecken fahren wir bis zum Ende des Platzes, direkt am Meer. Es ist recht stürmisch und das Meer ist sehr aufgewühlt. Auf dem Gelände sieht es recht wüst aus, auch hier muss wohl das Unwetter gewütet haben. Wir stellen uns aus Sicherheitsgründen erst mal in einiger Entfernung auf einen Platz. Mal sehen, wie es morgen aussieht.

 

180 Tageskilometer

 

 

Donnerstag, 01.11. - Samstag, 03.11.2018

 

Heute sieht die Wetter-Welt recht positiv aus. Wir suchen uns einen "besseren" Stellplatz, in erster Reihe nur wenige Meter vom Meer entfernt, und richten uns häuslich ein. Hier wollen wir nun einige Tage bleiben.

 

Aufräumen und Womo säubern, vielleicht noch einmal Wäsche waschen, Strandspaziergänge und die Tage genießen steht auf dem Programm.

 

Hier einige Impressionen:

 

Wie man sieht - der Wettergott meint es wirklich gut mit uns. Am Montag werden wir voraussichtlich Richtung Tarragona aufbrechen. Wir werden berichten.

 

Sonntag, 04.11.2018

Und auch heute wieder wurden wir mit Sonnenschein verwöhnt. Und so, wie wir das mögen, bei sehr angenehmen Temperaturen. Wieder haben wir einen schönen Spaziergang unternommen.

 

Montag, 05.11.2018

Unser Plan, Camprils ansehen und vielleicht noch nach Tarragona fahren. Schon auf der kurzen Fahrt nach Camprils zogen dichte Wolken auf.

Wir fanden einen tollen Parkplatz in Camprils und dann ging es los. Ein typischer Touristenort, superlange Promenade, Yachthafen und unzählige Restaurants. Beim Cafè trinken fing es dann an zu regnen und hörte auch nicht wieder auf. Wir gönnten uns noch ein schönes Mittagessen - aber das Wetter wurde nicht besser. Um es kurz zu machen, wir kamen bis auf die Haut durchnässt wieder im Womo an. Kurzentschlossen fuhren wir wieder zurück auf "unseren Stellplatz ans Meer".

In vorderster Reihe hatten wir wieder eine tolle Sicht auf das aufgewühlte Meer.

 

Stellplatzkosten: 13.50 € pro Tag (komplett incl. 1 € Hund)

26 Tageskilometer

 

 

Dienstag, 06.11.2018

Neuer Tag - die Sonne scheint wieder. Wir fahren erneut nach Camprils.  Welch' ein schöner Tag, heute macht es unglaublich viel Spaß, an der langen Promenade zu schlendern. Und wir sind begeistert -  wir sehen jede Menge Papageien. Sie sitzen in den Dattelpalmen und lassen sich die Früchte schmecken.

Es ist noch genügend Zeit und so fahren wir noch in den nächsten Ort - Salou. Eine unglaublich lange, mit Palmen gesäumte, Promenade und schönen Wasserspielen.

 

Die Nacht verbringen wir wieder auf unserem Stellplatz. Diesen Platz können wir sehr empfehlen.

 

Ganz spontan haben wir uns entschlossen, morgen hier endgültig unsere Zelte abzubrechen und nochmal ins Ebro-Delta zu fahren. Hier waren wir bereits im Januar und es hat uns dort sehr gut gefallen.

 

33 Tageskilometer

 

Mittwoch, 07.11.2018

Nicht ganz so früh verlassen wir unseren Platz und fahren Richtung Amposta im Ebrodelta. Zuvor kaufen wir noch ein paar frische Lebensmittel ein. Es machte wieder sehr viel Spaß, durch die Kanäle, Lagunen und Reisfelder bis zum Wohnmittelstell-platz am  Restaurant La Casa de Fusta zu fahren.

 

82 Tageskilometer

Unser Platz am Meer
Unser Platz am Meer

Donnerstag, 08.11.2018

Das Wetter ist gut, wir brechen zu einem längeren Spaziergang auf und hoffen, viele Vögel zu sehen.

Freitag, 09.11.2018

So langsam gehen unsere Vorräte zu Ende - Wochenendeinkauf steht an. Dabei wollen wir gleichzeitig uns das Städtchen Tortosa am Ebro ansehen.

Dort gab es nicht nur einen Aldi, bei dem wir alles Notwendige bekommen haben, sondern sogar einen Stellplatz mit V+E. Von hier aus haben wir dann einen Spaziergang in die Altstadt unternommen. Einige Straßen waren wirklich schön, besonders schön die historische Markthalle, aber es gab auch "Ecken", die man leider als verfallen und heruntergekommen bezeichnen muss. Tortosa liegt aber sehr schön am Ebro, im Hintergrund die Berge.

Am Nachmittag waren wir wieder an der Küste und haben die Nacht auf dem sehr schönen Campingplatz "La Masia" bei L'Hospitalet de l'Infant verbracht. Eine sehr gepflegte Anlage mit direktem Zugang zum Strand.

 

90 Tageskilometer

CP mit ACSI 18,00 € komplett

 

 

Samstag, 10.11.2018

Unser heutiges Ziel war die Stadt Reus, ca. 12 Km von der Küste entfernt.

Reus ist die Heimatstadt von Antoni Gaudí, dem berühmten katalanischen Architekten, Vertreter des katalanischen Architekturstils Modernisme, obwohl keine Beispiele seiner Arbeit hier zu finden sind. Stattdessen sind zahlreiche Werke von Lluís Domènech i Montaner zu sehen. Er hat verschiedene Gebäude in Reus im modernistischen Stil gebaut.

 

Uns hat die Stadt ausgesprochen gut gefallen. Eine Vielzahl schöner Häuser aus der Gründerzeit, viele Plätze, Restaurants und Cafes. Hier hat es viel Spaß gemacht, durch die Straßen zu schlendern.

 

Schade, dass diese Stadt leider keinen  Womo-Stellplatz aufweisen kann und die wenigen Parkmöglichkeiten nicht sehr vertrauenserweckend waren.

 

Die Nacht haben wir auf dem Eco-Camping in Vinyols i Els Arcs verbracht. Ein alternativer Platz, junge Leute bewirtschaften ihn, viele Obst- und Olivenbäume, Tiere zum Streicheln, Ententeich, Hühner - ideal für Familien. Wir haben uns hier sehr wohlgefühlt - mit Blick auf die Berge.

 

CP ACSI 18,00 €

66 Tageskilometer

 

 

Sonntag, 11.11.2018

Wir fahren Richtung Tarragona. Beim Stadtteil Sant Salvador gibt es ein herausragendes Weltkulturerbe zu besichtigen. Ein römisches Äquadukt aus dem 1. Jahrhundert n.Chr.

 

Hier alle Einzelheiten von Wikipedia:

 

Nach dieser sportlichen Einlage ist unser heutiges Tagesziel die Klosteranlage Montserrat, gelegen im hügeligen Hinterland von Barcelona. Der Berg Montserrat (Sandsteingebirge)  ist eines der Wahrzeichen von Katalonien und bedeutet "Gesägter Berg". Die fingerförmigen Felsen des Gebirges sehen so aus, als hätte an einzelnen Punkten das Gewicht von Felsbrocken den Untergrund verfestigt, jedoch hat Erosion das umgebende Material entfernt.

 

Alleine schon der Anfahrweg über die steilen Serpentinen war echt spektakulär.

 

Hier alles zur Klosteranlage:

 

Bei unserer Ankunft ist der Bär los, wie auch nicht anders an einem Sonntag zu erwarten. In "einer Ecke" warten wir ab, bis so langsam "Ruhe eintritt", dann stellen wir uns auf den nunmehr freien Busparkplatz. Hier haben wir dann auch übernachtet.

 

180 Tageskilometer

 

 

Montag, 12.11.2018

 

Vorsicht: Man sollte keinesfalls dort stehen bleiben, wenn morgens ab 9.00 Uhr die ersten Reisebusse ankommen. Wir haben uns dann wieder etwas weiter "unten" hingestellt und sind zu unserer Besichtigung aufgebrochen.

 

Wir waren mit die ersten Besucher und trotzdem waren schon viele asiatische Gruppen unterwegs. Aber natürlich kein Vergleich zu den Massen vom Vortag.

 

Die Anlage ist sehr beeindruckend, besonders bei dieser großartigen Bergkulisse.

 

Und hier noch ein Hinweis an alle Reisemobilisten, die hier ebenfalls eine Übernachtung planen:

Mit  dem Ticket, das man bei Ankunft lösen muss, keinesfalls am Ende der Besichtigung zum Kassenautomat gehen. Dann sind nämlich über 50,00 € Parkgebühren fällig. Das ist der Preis für die Reisebusse. Vielmehr mit dem Ticket zur Schranke fahren und "manuell bezahlen" beim Bezahlhäuschen. Dann sind es nur 6,50 € Pkw-Gebühr. Die Übernachtung kostet nichts!!!

 

Und hier einige Bilder:

zum Vergrößern einfach anklicken

Nach diesen erlebnisreichen Stunden zog es uns wieder an die Küste. Auf dem CP "El Garrofer" in Sitges verbrachten wir noch einen schönen sonnigen Nachmittag. Morgen geht es weiter entlang der Küste Richtung Grenze.

 

70 Tageskilometer

CP incl. Kurtaxe und Hund 20,00 €

P.S. Das mit der Kurtaxe scheint neu zu sein, haben sich die Spanier wohl von uns Deutschen abgeschaut :)

Dienstag, 13.11.2018

Von Sitges fahren wir die grandiose Küstenstraße nach Barcelona, dort über ein Gewusel von Stadtautobahnen bis zum Küstenörtchen Arenys de Mar. Nach einem kleinen Einkauf finden wir einen absolut tollen Parkplatz direkt am Strand (Tipp mal wieder von "Park4night", eine App, die wir wirklich sehr empfehlen können). Eigentlich wollten wir hier nur Kaffeetrinken, aber dann bleiben wir auch über Nacht. Wir waren total begeistert.

 

108 Tageskilometer

 

 

 

Mittwoch, 14.11.2018

Nun sind unsere letzten Tage in Ostspanien angebrochen. Noch einmal wollen wir 2 bis 3 Tage auf einem Campingplatz das schöne Wetter genießen, vielleicht nochmal Wäschewaschen. Hierfür haben wir uns den in nächster Entfernung gelegenen CP "Camping Blanes" in Blanes ausgesucht. Dieser Platz wurde auch von der Fluchtauto-Crew wärmstens empfohlen.

 

Unser erster Spaziergang entlang der Strandpromenade:

 

 

 

Donnerstag, 15.11.2018

 

Gestern Abend hat es geregnet und heute Morgen war es dann stürmisch und der Himmel bedeckt und das bei durchaus angenehmen Temperaturen um die 18 Grad.

Nach einem für unsere Verhältnisse recht späten Frühstück ging es zu einem weiteren Spaziergang an der Promenade entlang in den Ort.

 

Im Augenblick geht über uns gerade ein Starkregen mit Gewitter hernieder. Mal gespannt, wie es morgen aussieht. Wir wollen morgen den Platz verlassen und weiter Richtung Grenze fahren.

 

Fortsetzung folgt

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Kommentare: 1
  • #1

    Karen (Sonntag, 04 November 2018 13:46)

    Hallo Rosi und Peter,

    ich wundere mich, dass ich keine Antwort auf meine Mail erhalte, dabei seid Ihr schon wieder auf der Piste! ich sollte öfter auf Eure Homepage schauen... Ich wünsche Euch weiterhin viele schöne Eindrücke und hoffentlich das ersehnte bessere Wetter!
    Liebe Grüße nach Spanien!